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Obedience (sprich: „O-bi-di-ens“) kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt „Gehorsam“. Und tatsächlich besteht diese Sportart überwiegend aus bekannten Gehorsamsübungen wie Bei-Fuß-Gehen, Apportieren, Vorausschicken, Abrufen, Bleib-Übungen und Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung. Jedoch ist ein freudiges Arbeiten des Hundes außerordenlich wichtig um auf Prüfungen gute Ergebnisse zu erzielen. Das bedeutet, dass eine hohe Motivation zur gemeinsamen Arbeit auf beiden Seiten vorhanden sein muss. Dies wird in Prüfungen sogar extra bewertet. Das Team Mensch-Hund wird in seinem Zusammenspiel beobachtet und auch unklare Anweisungen die den Hund verunsichern können werden in Abzug gebracht werden.

Es gehören aber auch Übungen dazu, die in den bisher in Deutschland bekannteren Sparten, wie Begleithundeausbildung, VPG, etc.,  noch nicht vorkommen. Wie zum Beispiel die Distanzkontrolle, bei der der Hund in großem Abstand zu seinem Besitzer eine Reihe von Positionswechseln (Platz, Sitz, Steh) ausführen muss, ohne sich dabei mehr als eine Körperlänge nach vorne oder hinten zu bewegen. Oder die Geruchsunterscheidung, bei der es darum geht, dass unter bis zu sechs gleich aussehenden Gegenständen vom Hund derjenige herausgesucht und apportiert werden soll, der den Geruch seines Besitzers trägt.

Außer den schon erwähnten „neuen“ Übungen fällt dem Betrachter vor allem ein Aspekt ins Auge: Beim Obedience wird nicht stur nach „Schema F“ ein auswendig gelernter Ablauf bestimmter Schrittfolgen und Tempowechsel abgespult. Der Richter bestimmt den Ablauf jedes Mal neu. Das bedeutet, dass der Hundeführer alles nur auf Anweisung des Ringstewards tut- jede Wendung, jeder Tempowechsel, jedes Anhalten oder Losgehen werden angesagt.

Ein weiterer großer Unterschied zu herkömmlichen Sportarten ist die Vielzahl von unterschiedlichen Klassen in denen man antreten kann. Von der reinen Anfängerklasse, den Beginnern, geht es bis zu den Klassen Obedience 1, 2 und 3.
Die höchste Klasse, die Obendience 3, ist gleichzeitig die internationale Klasse in der auch internationale Meisterschaften bestritten werden.

Und der wichtigste Unterschied beim Obedience:
Es geht in erster Linie um Präzision. Perfektes Bei-Fuß-Gehen, akkurates Apportieren oder gerade Grundstellungen erfordern eine Menge Übung.

Alle Ziele im Obedience sind ohne Ausnahme durch zwangfreie Ausbildung zu erreichen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Also, für alle die Zeit und Lust haben sich auf Präzisionsarbeit einzulassen und den Spaß dabei nicht aus den Augen verlieren... auf zum nächsten Hundeplatz der diese faszinierende Sportart anbietet.
Viel Spaß!

vgl.: Obedience für Einsteiger, Birgit Laser, Cadmos Verlag 1999

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